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Schwester Ceciliana

eine Frau aus Lauda bewirkt in Chile erstaunliches

Hallo Freunde,
ich habe schon gemerkt, dass es in Lauda einige Neugierige gibt, die etwas ueber die Laudaer Schwester wissen moechten.
Ueber meinen Besuch berichte ich gerne, denn ich wurde herzlich empfangen und habe von Schwester Ceciliana viel erfahren und viel gelernt.
Nun moechte ich sie kurz vorstellen, und ich hoffe, dass Schwester Ceciliana mir nicht boese ist, wenn ich ueber sie schreibe.
Schweste Ceciliana wurde 1920 in Lauda als Marianna Neckarmann geboren. Schon als junges Maedchen trat sie der Kongregation der "Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu" in Gengenbach bei und wurde als Lehrerin ausgebildet. Anfang der 50er Jahre wurde sie nach Chile beordet, wo sie viele Jahre als Leiter der Schule mit Internat geholfen hat, chilenische Kinder - viele Mapuche - auszubilden.
Da ihr deutsches Studium nicht anerkannt wurde, musste sie in Chile nochmal die komlette Lehrerausbildung an der Univeristaet absolvieren.
Ihr ganzes Leben lang hat sie so geholfen, den Kindern der armen und ungebildeten Urbevoelkerung zu einem menschenwuerdigen Leben in der von Europaeern dominierten Gesellschaft zu verhelfen.
Ende der 80er Jahre kam sie fuer 5 Jahre nach Deutschland an ihr Mutterhaus zurueck, um die Koordination mit Chile aufrechtzuerhalten. Dann zog es sie wieder nach Chile zurueck, wo sie jetzt schon 10 Jahre eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe hat.
Sie ist Mitglied des Convents Pucon, Leitet das Casa Nazareth und ist verantwortlich fuer die Pflege von Patenschaften von deutschen
Menschen, die fuer ein chilenisches Kind die Patenschaft uebernommen haben und diesem so helfen, eine gute Ausbildung zu erhalten.
Den ganzen Schriftwechsel, die Uebersetzungen der Korrespondenz der Patenkinder, die Auszahlung der Stipendien, der Kontakt nach beiden Seiten - alles liegt in ihren Haenden. So konnte sie schon 65 Kindern zu einer Graduation an der Uni verhelfen, neben vielen anderen, die es immerhin zur mittleren Reife oder zum Abitur gebracht haben.
Wie wenn das nicht genug waere, gibt sie auch noch im Haus Nazareth taeglich ein Abendessen fuer 50 Kinder aus, die zuhause keine ordenliche Ernaehrung bekommen koennen.
Nun mal ein Foto von Cecilia
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und das ist das Haus Nazareth, in dem die Kinder ihr Essen bekommen
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gekocht wird mit 3 Helferinnen in der Schulkueche
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Ein Teil des Essens wird mit einem Bazar finanziert, wobei aus Deutschland gespendetete Kleider verkauft werden
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Das ist die Kirche Nazareth, ein sehr schoener BauR0010472.jpg
und das von innen
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Man kann Schwester Ceciliana nur danken fuer das grosse Engagement, das sie in einem Alter aufbringt, wo andere schon 20 Jahre in Rente sind. Ich bringe ihr alle Hochachtung entgegen.
Hier noch ein schoenes grosses Kreuz, das ganz oben auf der Passhoehe steht.
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Das Kreuz hat der erste chilenische Kapuziner geschnitzt, Bruder Francisco Valdés Subercaseaux, der 13 Jahre in Pucón Missionspfarrer war und dann Bischof in Osorno wurde.

Posted by gerhart 08:44

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