A Travellerspoint blog

By this Author: gerhart

Buenos Aires

Liebe Freunde,
Jetzt habe ich ein paar Tage in Buenos Aires verbracht.
Im Zentrum der Stadt in den Einkaufsstrassen laufen die Leute wie im Ameisenhaufen, da das Rad durchzuschieben ist nervig.
Die Stadt ist riesig, es leben ca. 2,5 Millionen Menschen hier.
Wie ueberall in Argentinien gibt es eine Unmenge Denkmale der Freiheitshelden, der Spitzenreiter ist San Martin.
Der hat erfolgreich gegen Spanien gekaempft, wenn sie ihn erwischt haetten, waere er als Terrorist aufgehaengt worden, so sind seine Ueberreste in der Kathedrale aufgebahrt wie die Reliquien von Heiligen

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Das ist kein Tempel, sondern die Kirche, in der er liegt - mit Fackel

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Die Leute pilgern zum Grab, ganze Schulklassen.

Aber ebenfalls eine Pilgerstaette ist das Grab von Evita Peron, die liegt hier
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Vor allem in Patagonien sind viele Denkmale von ihr aufgestellt, sie ist, aehnlich wie die Diana ein melanchonischer Traum der Argentinier.
Das Parlamentsgebaeude ist protzig wie in USA oder Europa
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Eine Kunstblume, hydraulisch dem Sonnenstand angepasstR0010813.jpg
Die lebendigen Stadtteile sind San Telmo, wo ich wohne (das sogenannte Tangoviertel und La Boca, ein Hafenviertel. Es kommen sehr viele Europaer zum Tangotanzen hierher, sicher mehr als Argentinier.
Ueberall sind Tangolokale, voll mit Europaern im reifen Alter, die bekommen gegen Eintritt Tango vorgefuehrt und koennen dann versuchen, das nachzumachen (was wegen den fehlenden elastischen Beinen halt nicht klappt). Nachmittags gibts Tangokurse.
In diesen Vierteln gibt es unzaehlige Troedelstaende, Tangovorfuehrungen auf der Strasse, auch Tangotaenzer mit Plattenspieler, die auf der Strasse die lebenshungrigen europaeischen Damen im Tangoschritt herumziehen. (sieht zum schiessen aus, aber die Damen reissen sich drum). Hier ein paar Eindruecke
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Wenn man ca. 30 km flussaufwaerts zum Plata-Delta faehrt, kommt man in sommerfrischeaehnliche Vororte wie Tigre
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So langsam geht meine lange Reise dem Ende zu, am Dienstag gehts in den Flieger und am Mittwoch bin zuhause, also sehen wir uns in Kuerze wieder.
Seid bis dahin herzlich gegruesst Gerhart

Posted by gerhart 07:59 Comments (0)

Montevideo

Hallo liebe Freunde,
jetzt gibts im Anschluss an die grossartigen Landschaften noch ein bisschen Stadturlaub.
Heute ein paar Bilder von Montevideo, zunaechst ein Bild vom Huegel, nachdem die Stadt benannt ist auf die Stadt und den Hafen
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Gewohnt habe ich in einem Hostel direkt an der Plaza Interpendencia, ein Blick aus dem Fenster
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Es war ein schoenes altes Haus, leider sehr reparaturbeduerftig, durch die schoene Kuppel ueberm Teppenhaus kam der Regen rein, daher auf den Marmorstufen und Podesten Eimer.
Das ist die Fuessgaengerzone im Zentrum
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Hier ein Buerogebaude aus den 20er Jahren, es scheint mir ein Vorbild fuer die Hochhaeuser Stalins in Moskau zu sein
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Das ist das Unihauptgebaeude mit Parolen
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Im Palast des Ministerpraesidenten stehen wieder Zinnsoldaten Wache
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Interessant ist die Muellabfuhr. Solche Pferdekarren traben vor allem abends durch die Stadt und sammeln die Abfaelle ein.
Ca. 10 km ausserhalb in den Huettenvierteln werden die dann verwertet.
z. B. Flaschen und Material rausgeholt.
Die Pferde fressen die Reste aus den Tueten, Menschen ernaehren sich wahrscheinlich auch davon - das konnte ich aber nicht sehen, dann wird verbrannt was geht, es raucht und stinkt.
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Es ist eine Stadt mit vielen Gesichtern, schoene alte Gebaeude, aber auch sehr viel Zerfall. Gute und schoene Restaurants, mit stark italienischem Einfluss, aber noch viel mehr Fast-Food- Buden, Mc Donald ist auch mehrfach da, aber die einheimischen Wurstchen und Hamburgerbuden sind eine unschlagbare Konkurrenz.
Das Wetter hat sich in der letzten Woche von seiner ekligen Seite gezeigt, sehr oft langanhaltender Regen.
Gestern bin ich in Buenos Aires angekommen, hier ist alles viel weitlaeufiger und groesser.
Davon mehr, wenn ich die Stadt kennengelernt habe.

Herzliche Gruesse Gerhart

Posted by gerhart 08:21 Comments (0)

von Brasilien quer durch Uruguay nach Montevideo

Liebe Freunde,
der Wechsel nach Brasilien und Uruguay war eine gute Idee, denn die Strassen waren zum einen viel besser und zum anderen auch fast ohne Verkehr.
Grosse Hoehpunkte gab es nicht, die Landschaft ist flach huegelig, hauptsaechlich Kuhweide und zwischendurch riesige Flaechen mit Soja, Mais, Reis und Getreide, zum teil abgeerntet, denn hier wird es Herbst. Wald ist immer als Plantage angelegt, in der Regel Eukalyptus.
Mit diesem Zeug wird langsam die ganze Welt verseucht.
Erstaunlich ist, dass es hier viele Thermen gibt, die Quellen laufen dann in ein paar Schwimmbecken, mitten in der Landschaft, kaum Besucher.
Temparaturen meist immer noch ueber 30 Grad, bei Wolken leicht darunter.
Ich bin gestern bis auf 90 km an Montevideo herangekommen, und heute frueh um 4 begann es zu regnen, aufgehoert hat es den ganzen Tag noch nicht, und die naechsten 2 Tage solls so weitergehen. Bin deshalb den Rest mit dem Bus gefahren, dadurch hab ich mir ca. 60 km Stadtautobahn erspart, die keinen Seitenstreifen hat. Das waere auch zu gefaehrlich geworden, insofern bin ich dem Regen dankbar.
Ich werde nun 2 Tage die Stadt ansehen - nachdem was ich auf den ersten Blick heute sah, lohnt es sich wirklich.
Die meisten Gebaeude stammen aus der Jahrhunderwende, teilweise
Neoklassizistisch, teilweise Jugendstil - bei uns in der Vielfalt nicht zu finden, da die meist durch den Krieg zerstoert wurden.

Bei blesch-web.de gibts ein paar Bilder.

Herzliche Gruesse - Gerhart im Endspurt

Posted by gerhart 13:13 Comments (1)

Missiones, Corrientes - Brasilien

Weltkulurerbe europaeischer Habsucht

Liebe Freunde,
die naechstens 2 Wochen gibts hier keine Bilder, habe mein Kontingent erschoepft und kann erst wieder im April welche hochladen. Ich versuche, ein paar Bilder unter www.blesch-web.de
einzustellen.
Kurzer Bericht der letzten Woche:
Von den Wasserfaellen bin ich Richtung Sueden gefahren, erst entlang des Parana, dann auf die andere Seite der Provinz Missiones zum Rio Uruguay.
Das Land ist sehr fruchtbar, dunklerote Erde und sehr huegelig. Eben gibt es garnicht, entweder bergauf oder bergab, immer so ca. 50 hm.
Auf 100 km ca. 1300 Hoehenmeter, obwohl man immer auf einer Hoehe bleibt.
Habe dann San Ignazio Mini besucht, ein Welkulturerbe.
Das sind die Reste eine Jesuitenmission. Die Jesuiten hatten von ca. 1650 bis ca. 1770 hier missioniert, zwischen den Fluessen, in Norden in Paraguay und im Sueden in Brasilien. Ca. alle 80 km gab es eine Mission, Kirche mit Wohnhausern fuer die Indios, bestimmt an die 1000 Menschen konnten da leben. Von diesen Stetten gab es ca 40 Stueck, es war ein Indio-Land in der Groesse Deutschlands, wo die Indios im Ackerbau und Handwerk ausgebildet wurden. Es waren Steinhauser und grossartige Kirchen, ringsum fruchtbare Aecker.
Aber die Habsucht gewann die Oberhand: Auf Wunsch der Reichen und Anordnung des spanischen Koenigs wurden die Jesuiten vertrieben, die Missionen zerstoert, die Indios versklavt, denn sie waren sehr begehrt, weil sie im Gegesatz zu den Afrikanern ausgebildet waren und gute Preise brachten.
Sie durften dann als Sklaven auf dem eigenen Land arbeiten.

Weiter gings in die Privinz Corrientes, da wird die Erde sandig, es gibt viele Suempfe (mit kleinen Krokodilen, die liegen ueberfahren am Strassenrand), fast nur Grasland mit vielen Rindern.
Hier ist es wieder flacher, aber windig - so kommt man auch nicht schneller voran, denn ich habe nur Gegenwind.
Jetzt bin ich an der Grenze nach Brasilien, ich gehe ueber den Urugay nach Uruguaiana, eine Stadt in Brasilien und von dort nach Bella Union im Land Urugay.
Schaut mal auf die Seite Blesch-web.de, da sind Bilder.
Gruss Gerhart

Posted by gerhart 06:18 Comments (0)

In den Tropen

Urwald und Wasserfaelle

Hallo liebe Freunde,
von Mendoza nach Nordosten mit Ziel Puerto Iguazu bin ich weitermit dem Bus gefahren - nocheinmal 36 Stunden Fahrzeit, 2 Naechte und 1 Tag. Zu sehen geb es jede Menge - total verschiedene Landschaften von trockener Steppe ueber hohe Berge, riesige Mais - Soja - Zuckerrohrplantagen bis zu dichtem Urwald.
Jetzt bin ich in Puerto Iguazu, auf einem ausgesprochen schoenen Campingplatz mit Laden, Restaurant, Pool und schoenen Sanitaereinrichtungen, so siehe ich dort aus
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Iguazu liegt iam nordoestlichen Zipfel der Provinz Missiones zwischen Paraquay und Brasilien.
Heute war ich im Nationalpark bei den Wasserfaellen - ich bin absolut begeistert, ich habe sowas ja auch noch nie gesehen.
Tropischer Urwald, mit undurchdringlichen Schlingplanzen, Bromelien, Philandendrons und jeder Menge anderer Schmarotzer auf den Baeumen, tiefes dunkelgruen - einfach ueberwaeltigend.
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der absolute Hoehpunkt waren aber die Wasserfaelle.
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Mitten im Urwald, und doch ueber Stege sehr gut erreichbar, stuerzen riesige Wassermengen in Kilometerlanger Breite und sehr vielen Faellen in die Tiefe
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Ich habe fotografiert wie verrueckt, leider kann ich euch nicht so viele Bilder zeigen wie ich moechte, weil der Platz hier beschraenkt ist. Es gab wunderschoene Blueten, viele bunte Schmetterlinge und interessante Voegel. Solche Viecher fressen die Samen in den Baemen
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Und damit ihr nicht vergesst, wie ich aussehe, nochmal ein Selbstbildnis
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Moergen werde ich nochmal hingehen, dann habe ich ca. 1500 km entlang des Rio Parana und des Rio Uruquay bis Buenos Aires vor mir.
Herzliche Gruesse Gerhart

Posted by gerhart 14:51 Comments (1)

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