A Travellerspoint blog

Chile

Ushuaia - Torres del Paine

Abschied vom Feuerland

sunny 15 °C

Hallo liebe Freunde,
Feuerland heisst das, weil die Ureinwohner immer grosse Feuer unterhielten, damit die Nachbarn sie sehen konnten - oder damit sie ihr Nest wieder fanden.
Ich hab mich zuenftig verabschiedet, und zwar damitR0010349.jpg
So sah er vorher aus, und so zusammen mit einer Flasche Chardonnay
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Wenn man schon King Crabs essen will, dann hier, wo sie die letzten paar tausend aus dem Meer holen und in alle Welt verschicken.

Dann gings mit dem Bus und einer Zwischenuebernachtung in Punta Arenas nach Puerto Montt zurueck.
Dort habe ich mein Fahrrad aus dem Verschlag geholt und bin zum Nationalpark Torres del Paine geradelt, 150 km, die ersten 85 am Nachmittag, je ein Drittel Asphalt, Schotter und Baustelle.
Baustelle heisst hier Notstrasse neben der Nchotterstrasse, die gerade hergerichtet und betoniert wird. Eng und staubig und viel loser Schotter.
Fuer die weiten 65 km habe ich 12 Stunden gebraucht - saukalter Gegenwind in einer Staerke, dass man bergab stehen blieb, wenn man nicht mit kleinem Kettenblatt getreten hat. Ich bin aus den unteren Gaengen nicht herausgekommen, aber die Landschaft ist grossartig
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Man sieht manchmal Nandus - die sind scheu, konnte kein vernuenftiges Bild machen, und viele Guanacos
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Das sind Bilder von dem beruehmten Torres-Massiv, man muss sich vorstellen, dass diese Tuerme von den Gletschern geformt wurden.
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Dahinter sind ja hunderte von Kilometern lange Gletscher - das patagonische Inlandeis, drum auch der eiskalte starke Wind.
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Immerhin hatte ich das erste mal im Leben einen ueberdachten Zeltplatz mit Windschutz
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Das sind die letzten Bilder vom Festland, uebermorgen gehts auf ein Schiff, das von Freitag bis Montag die Chilenischen Kanaele bis Puerto Montt hochfaehrt.
Alle Leute, die damit gefahren sind, haben in hoechsten Toenen geschwaermt - ich bin mal richtig gespannt.
Bis dann viele Gruesse von Gerhart

Posted by gerhart 3:13 PM Archived in Backpacking | Chile Comments (3)

Punta Arenas

Metropole in der 12. Region

sunny 25 °C

Hallo Freunde,
Ich habe mich entschlossen, mein Rad in Puerto Montt stehen zu lassen, weil das Wetter gar zu eklig war, und den Rest nach Sueden mit dem Bus zu machen. Gestern morgen bin ich losgefahren (Bus) -
und seit gestern Mittag ist dann der Sommer ausgebrochen, heute blauer Himmel und 25 Grad. Wie wenn mich Petrus aergern wollte. Aber hier aendert sich das Wetter ja fast stuendlich.
Jetzt bin ich in Punta Arenas, der Hauptstadt des suedlichen teils Chiles
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Es ist eine erstaunlich europaeisch gepraegte Stadt, wunderschoene Jugendstilgebaude, denn hier lebten die Schafbarone, unter anderem eine Familie Braun, nach der Strassen, Schulen, der Friedhof und deren Palais benannt sind. Auch eine unmenge Denkmale - von Magellan ueber die ersten Spanier, den OHiggins- Befreier der Chilenen von den Spaniern bis zu den Helden der letzten Kriege. Sowohl die Chilenen als auch die Argentinier sind wahnsiinnig nationalstolz.
Gestern war ich mit dem Schiff auf einer Insel Magdalena in der Magellanstrasse - ein Pinguinreservat.
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Die kommen im Sommer dorthin, um ihre Jungen in Erdloechern auszubrueten und grosszuziehen, dann verschwinden sie wieder in den Meeren.
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Das war schon ein tolles Erlebnis, diese vielen Tiere -mehrere Hunderttausend, viele andere Wasservoegel, auch solche, die die Pinguinjungen auffressen. Ein irrsinnigeg Vogelgeschrei und die Luft voller Flaumfedern.
Auch einmal auf der Mgellanstrasse zu fahren war fuer mich etwas schoenes.
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Morgen gehts weiter nach Ushuaia, das ist die suedlichste Stadt.

Seid alle herzlich gegruesst Gerhart

Posted by gerhart 9:35 AM Archived in Automotive | Chile Comments (1)

Puerto Natales

ausgestorbene Urtiere

rain 13 °C

Hallo liebe Freunde,
wei hier das Internet vergleichsweise superschnell ist, noch ein kleiner Bericht. Von El Chaiten bin ich mit dem Bus zurueck nach Calafate, dort uebernachtet und am naechsten Tag weiter - 5 Stunden Bus fur 240 km - nach Puerto Natales.
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Die Zahl der Radler, die auf Bus umsteigen, waechst mit jedem Kilometer nach Sueden, meist sind 3 Fahrraeder drin, es ist auch fast nicht zu fahren:
Die schweren Schotterstrassen, eisiger Wind, taeglich Regen, da sehnt man sich schon nach Waerme und einem Dach.
Der Ort liegt an einem Fjord, ist eine recht kleine Stadt mit kleinem Hafen
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Ich schlafe in einem Hostal, ca. 12 Euro.
War heute in der Hoele des Miledon, einem ausgestorbenen Urtier - ca. 60 km mit dem Rad - nass angekommen, in der Hoele getrocknet und wieder feucht auf dem Rueckweg.
So sieht die Hoehle aus:
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Und das Riesenfaultier, das vor ca. 10000 Jahren ausgestorben ist,
wahrscheinlich weil es leichte Beute mit viel Fleisch war, soll so ausgesehen haben, ca. 4 m hoch
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Soviel zur Geschichte der Fauna, morgen gehts - wieder mit dem Bus und ohne Fahrrad - nach Punta Arenas.
Fuer heute viele Gruesse Gerhart

Posted by gerhart 11:53 AM Archived in Chile Comments (0)

Caiten - Petito Moreno- Gobenator Gregores

Bus und Fahrrad

Liebe Freunde,
Nachdem es mich vor Chaiten mit Regen voll erwischt hat, am naechsten Tag immer noch Regen, Kleider und vor allem Schuhe nicht trocken, habe ich mich zur zweiten Busetappe entschlossen,
von Chaiten nach Cohaique.
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Es ware eine recht schoene, aber ach lange Fahrt, denn erst morgens um halbdrei war ich in Cohaique. Gluecklicherweise hat mich eine Polizeistreife beim Stadtplanlesen gesehen und mich dann mit Blaulicht zu dem Hostal gefahren, das ich mir ausgesucht hatte.
Ich glaube nicht, dass die mir um die Zeit aufgemacht haetten, ohne die Polizeibegleitung.
Das Naturdenkmal soll ein Indio-Kopf sein, vielleicht koennt ehr es erkennen.
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Ab da bin ich Fahrrad gefahren. Zuerst nach Porto Ibanez dann mit dem Schiff ueber den Lago Carrera/Buenos Aires, nach dem Titikaka der zweitgroesste in Suedamerika.
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Interessant: keinerlei Vegetation an den Ufern, einfach nur Wasser in den Felsen.
Von da gings ueber die Grenze nach Argentinien.
2 Tage Fahrrad auf geteerten Strassen, welche Verwoehnung !
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Am Sonntag bin ich dann auf die Routa 40 Richtung Sueden - argentinische Pampa oder Mesa.
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Alles furchgtbar trocken, da wachsen nur Binsenbueschel und kleine Straucher, kein Busch, kein Baum, soweit man sehen kann nur Steppe und tafelfoermige Berge.
Dort lebt fast niemand, Guertltiere und Guanakos (wilde Lamas),
Voegel und Karnickel.
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Alle 50 km ist mal ein Wasserloch, und da ist manchmal eine Farm, wenn sie nicht schon verlassen ist.
Ich bin 4 Tage hindurchgefahren, musste schon mein Wasser rationieren, weil aus den Drecktuempeln wollte ich nichts holen.
Strasse kathostrophal, meist Kies und Sand, wenn man Glueck hat, feiner Kies und Dreck dazwischen.
Aber inner wieder schoene Ausblicke auf die Eisfelder der Anden, wo ich bald sein werde.
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Die Strassenbauer graben einfach Loecher, denn 20 cm unter der oberen Schicht liegt fast nur Kies - und je nachdem, ob grob oder fein, ist die Strasse.
Unterwegs ist mein 2. vorderer Gepaecktraeger gebrochen, und den Schnellspanner der Hinterachse habe ich einfach verloren.
Ich bin dann in den naechsten Ort ( ca. 100 km) mit losem Hinterrad gefahren, hin und wieder ist es herausgesprungen, dann war halt Vollbremsung von alleine.
Zum Glueck bin ich om Gobenator Gregores angekommen, 1 Liter Cola und 1 Liter Bier und 2 Steaks habe ich mir dann nachts um halbelf gleich einverleibt.
Dort habe ich noch ein kanadisches Ingenieurteam getroffen, die dort eine Mine nach Gold und Silber betreiben.
Ein Fahrradgeschaeft gibts natuerlich nicht - aber man braucht Glueck: ein Radfahrer, den ich nach einem Geschaeft gefragt habe, ist heimgefahren, hat einen neuen Satz Schnellspanner gebracht um mir beim motieren geholfen. Ich wollte ihm ueber die 10 Euro, die ihn
die Spanner gekostet haben, ein Trinkgeld geben.
Da war er fast beleidigt.
Man triftt immer wieder sehr interessante Leute, wenn ich nicht gerade in der einsamen Mesa stecke, habe ich immer Unterhaltung
Fuer heute genug, seid herzlich gegruesst.
Euer Gerhart

Posted by gerhart 5:05 PM Archived in Chile Comments (0)

Puerto Montt - Chaiten

Carretera, Faehre, Urwald

Liebe Freunde,
jetzt bin ich schon 4 Tage auf der sagenhaften Carretera Austral, der Strasse nach Sueden - grober Schotter, oft so lose, dass man schieben mussR0010138.jpg
Aber - eine unvergleichlich schoene Landschaft.R0010143.jpg
man hat Wasser, Wald, weisse Berge - alles beisammen.

Mit der Faehre bin ich rein Stueck Richtung Chaiten gefahren, weil auf dem Stueck keine Strasse istR0010147.jpg
Die ist an dem vielgelobten Parque Pumalin = Pumapark, einem Regenurwald, angekommen
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Ich bin noch eine Stunde gefahren, dann habe ich mich Schlafen gelegt.
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Hier gibt es eine wahnsinnig schoene Vegetation, riesige Farne und Blattpflanzen, Gummibaeume und Mahagoniarten, dazu ein Konzert, es ist der Wahnsinn.
Heute hat es leider wie ins Stroemen gegossen. Zunaechst habe ich mich untergestellt, aber dabei kammt man nicht weiter.
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Es hat ca. 4 Stunden in Stroemen gegossen, ich war patschnass,
ich bin jetzt in Chaiten, es ist 32.30 h und es regnet immer noch.
Hoffentlich bald wieder Sonne.
Gruesse an euch alle Gerhart

Posted by gerhart 4:24 PM Archived in Chile Comments (0)

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