A Travellerspoint blog

Punta Arenas

Metropole in der 12. Region

sunny 25 °C

Hallo Freunde,
Ich habe mich entschlossen, mein Rad in Puerto Montt stehen zu lassen, weil das Wetter gar zu eklig war, und den Rest nach Sueden mit dem Bus zu machen. Gestern morgen bin ich losgefahren (Bus) -
und seit gestern Mittag ist dann der Sommer ausgebrochen, heute blauer Himmel und 25 Grad. Wie wenn mich Petrus aergern wollte. Aber hier aendert sich das Wetter ja fast stuendlich.
Jetzt bin ich in Punta Arenas, der Hauptstadt des suedlichen teils Chiles
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Es ist eine erstaunlich europaeisch gepraegte Stadt, wunderschoene Jugendstilgebaude, denn hier lebten die Schafbarone, unter anderem eine Familie Braun, nach der Strassen, Schulen, der Friedhof und deren Palais benannt sind. Auch eine unmenge Denkmale - von Magellan ueber die ersten Spanier, den OHiggins- Befreier der Chilenen von den Spaniern bis zu den Helden der letzten Kriege. Sowohl die Chilenen als auch die Argentinier sind wahnsiinnig nationalstolz.
Gestern war ich mit dem Schiff auf einer Insel Magdalena in der Magellanstrasse - ein Pinguinreservat.
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Die kommen im Sommer dorthin, um ihre Jungen in Erdloechern auszubrueten und grosszuziehen, dann verschwinden sie wieder in den Meeren.
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Das war schon ein tolles Erlebnis, diese vielen Tiere -mehrere Hunderttausend, viele andere Wasservoegel, auch solche, die die Pinguinjungen auffressen. Ein irrsinnigeg Vogelgeschrei und die Luft voller Flaumfedern.
Auch einmal auf der Mgellanstrasse zu fahren war fuer mich etwas schoenes.
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Morgen gehts weiter nach Ushuaia, das ist die suedlichste Stadt.

Seid alle herzlich gegruesst Gerhart

Posted by gerhart 09:35 Archived in Chile Tagged automotive Comments (1)

Puerto Natales

ausgestorbene Urtiere

rain 13 °C

Hallo liebe Freunde,
wei hier das Internet vergleichsweise superschnell ist, noch ein kleiner Bericht. Von El Chaiten bin ich mit dem Bus zurueck nach Calafate, dort uebernachtet und am naechsten Tag weiter - 5 Stunden Bus fur 240 km - nach Puerto Natales.
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Die Zahl der Radler, die auf Bus umsteigen, waechst mit jedem Kilometer nach Sueden, meist sind 3 Fahrraeder drin, es ist auch fast nicht zu fahren:
Die schweren Schotterstrassen, eisiger Wind, taeglich Regen, da sehnt man sich schon nach Waerme und einem Dach.
Der Ort liegt an einem Fjord, ist eine recht kleine Stadt mit kleinem Hafen
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Ich schlafe in einem Hostal, ca. 12 Euro.
War heute in der Hoele des Miledon, einem ausgestorbenen Urtier - ca. 60 km mit dem Rad - nass angekommen, in der Hoele getrocknet und wieder feucht auf dem Rueckweg.
So sieht die Hoehle aus:
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Und das Riesenfaultier, das vor ca. 10000 Jahren ausgestorben ist,
wahrscheinlich weil es leichte Beute mit viel Fleisch war, soll so ausgesehen haben, ca. 4 m hoch
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Soviel zur Geschichte der Fauna, morgen gehts - wieder mit dem Bus und ohne Fahrrad - nach Punta Arenas.
Fuer heute viele Gruesse Gerhart

Posted by gerhart 11:53 Archived in Chile Comments (0)

El Chalten

all seasons in one day 12 °C

Liebe Freunde,
mit dem Bus bin ich von el Calafate nach el Chalten gefahren, ca. 4 Stunden.
Dort habe ich mein Zelt auf dem rustikalen Park-Campingplatz aufgestellt.R0010229.jpg
Der Fitzroy-Park ist ein herrliches Wandergebiet, ich war 2 Tage meist zu Fuss unterwegs, mit dem Fahrrad konnte ich nur zu einem Punkt fahren, die Parkwege selbst sind gesperrt.
Man hat wunderbare Aussicht auf den Fitzroy
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Diese gigantischen Eismassen in den Gletschern rings um den Berg sind unvorstellbar und speisen die grossen Gletscherseen.
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Nur: trotz Hochsommer immer eisiger Wind, nachts hat es sogar geschneit, man muss sich gut einpacken.
Zum Schluss noch ein Bild vom Ort
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Das war mein heutiger Kurzbericht,
seid alle herzlich gegruesst von Gerhart

Posted by gerhart 15:03 Archived in Argentina Comments (0)

El Calafate

Busfahrt durch das argentinische Patagonien

rain 10 °C

Liebe Freunde,
nachdem ich Grobenador Gregores mein Rad gluecklicherweise wieder intakt gebracht hatte, scheute ich das Risiko, nochmal 3 Tage auf den ruppigen Strassen zu Fahren und habe zum Ziel el Calafate den Bus genommen - das heisst 3 Busse, denn direkt faehrt keiner auf diesen Strassen, so bin ich ueber Puerto San Julina, Rio Gallegos nach el Calafate.
Als ich ankam hat geregnet, beahlbare Hotels waren ausgebucht, also auf einem Campingplatz das Zelt im Regen aufgebaut.
Danach war ich ganz schoen durchnaesst - deshalb bin ich in ein Restaurant, ein ziemlich nobles Lokal, aber super Einrichtung. Grillraum mit riesigem KHolzkohlefeuer, darum 4 Laemmer aufgespiesst, im Speiseraum ebenfalls riesiger Grill. Ich musste fast eine halbe Stunde warten, bis ein Platz frei wurde, das war ganz gut, denn dann war ich wieder ziemlich trocken.
Ich habe mir dann Lamm mit Salat und Kartofflen bestellt, dazu eine Flasch Rotwein.
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Das war fast ein Viertel von dem Schaefchen, hat super geschmeckt, habe dann geschlafen wie ein Murmeltier.
Um 7 heute frueh bin ich mit dem Bus in den Mureno-Nationalpark gefahren, eineinhalb Stunden Fahrt, ca, 80 km entfernt.
Dort ist man im Patagonischen Inlandeis
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Das Eis geht ca. 20 m ueber das Wasser hinaus, tuermt sich unter Druck riesig auf
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Manchmal bricht ein Brocken ab, das knallt wie Donner und faellt in den Gleschersee.
Leider wars ziemlich regnerisch und der Wind eiskalt, ab im Ort scheint die Sonne.
Als naechstes steht das Fitroy- Massiv auf dem Programm.

viele Gruesse Gerhart

Posted by gerhart 12:00 Archived in Argentina Comments (0)

Caiten - Petito Moreno- Gobenator Gregores

Bus und Fahrrad

Liebe Freunde,
Nachdem es mich vor Chaiten mit Regen voll erwischt hat, am naechsten Tag immer noch Regen, Kleider und vor allem Schuhe nicht trocken, habe ich mich zur zweiten Busetappe entschlossen,
von Chaiten nach Cohaique.
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Es ware eine recht schoene, aber ach lange Fahrt, denn erst morgens um halbdrei war ich in Cohaique. Gluecklicherweise hat mich eine Polizeistreife beim Stadtplanlesen gesehen und mich dann mit Blaulicht zu dem Hostal gefahren, das ich mir ausgesucht hatte.
Ich glaube nicht, dass die mir um die Zeit aufgemacht haetten, ohne die Polizeibegleitung.
Das Naturdenkmal soll ein Indio-Kopf sein, vielleicht koennt ehr es erkennen.
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Ab da bin ich Fahrrad gefahren. Zuerst nach Porto Ibanez dann mit dem Schiff ueber den Lago Carrera/Buenos Aires, nach dem Titikaka der zweitgroesste in Suedamerika.
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Interessant: keinerlei Vegetation an den Ufern, einfach nur Wasser in den Felsen.
Von da gings ueber die Grenze nach Argentinien.
2 Tage Fahrrad auf geteerten Strassen, welche Verwoehnung !
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Am Sonntag bin ich dann auf die Routa 40 Richtung Sueden - argentinische Pampa oder Mesa.
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Alles furchgtbar trocken, da wachsen nur Binsenbueschel und kleine Straucher, kein Busch, kein Baum, soweit man sehen kann nur Steppe und tafelfoermige Berge.
Dort lebt fast niemand, Guertltiere und Guanakos (wilde Lamas),
Voegel und Karnickel.
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Alle 50 km ist mal ein Wasserloch, und da ist manchmal eine Farm, wenn sie nicht schon verlassen ist.
Ich bin 4 Tage hindurchgefahren, musste schon mein Wasser rationieren, weil aus den Drecktuempeln wollte ich nichts holen.
Strasse kathostrophal, meist Kies und Sand, wenn man Glueck hat, feiner Kies und Dreck dazwischen.
Aber inner wieder schoene Ausblicke auf die Eisfelder der Anden, wo ich bald sein werde.
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Die Strassenbauer graben einfach Loecher, denn 20 cm unter der oberen Schicht liegt fast nur Kies - und je nachdem, ob grob oder fein, ist die Strasse.
Unterwegs ist mein 2. vorderer Gepaecktraeger gebrochen, und den Schnellspanner der Hinterachse habe ich einfach verloren.
Ich bin dann in den naechsten Ort ( ca. 100 km) mit losem Hinterrad gefahren, hin und wieder ist es herausgesprungen, dann war halt Vollbremsung von alleine.
Zum Glueck bin ich om Gobenator Gregores angekommen, 1 Liter Cola und 1 Liter Bier und 2 Steaks habe ich mir dann nachts um halbelf gleich einverleibt.
Dort habe ich noch ein kanadisches Ingenieurteam getroffen, die dort eine Mine nach Gold und Silber betreiben.
Ein Fahrradgeschaeft gibts natuerlich nicht - aber man braucht Glueck: ein Radfahrer, den ich nach einem Geschaeft gefragt habe, ist heimgefahren, hat einen neuen Satz Schnellspanner gebracht um mir beim motieren geholfen. Ich wollte ihm ueber die 10 Euro, die ihn
die Spanner gekostet haben, ein Trinkgeld geben.
Da war er fast beleidigt.
Man triftt immer wieder sehr interessante Leute, wenn ich nicht gerade in der einsamen Mesa stecke, habe ich immer Unterhaltung
Fuer heute genug, seid herzlich gegruesst.
Euer Gerhart

Posted by gerhart 17:05 Archived in Chile Comments (0)

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